cyfryzacja pogodzi biznes i sustainability

Die Digitalisierung als Chance,
Geschäftsziele und nachhaltige Entwicklung
in Einklang zu bringen

  • Nachhaltige Entwicklung wirkt sich nicht nur auf die „Corporate Social Responsibility“, kurz CSR, in der Unternehmenspolitik aus, sondern auch auf zukünftige Einnahmen.
  • Der Net-Positive-Geschäftsansatz (Net+), also ein grösseres nachhaltiges Ergebnis zu erzielen als Ressourcen verwendet wurden, wächst mit steigender Marktnachfrage – von der Technologie bis zum Einzelhandel
  • Es entstehen neue Geschäftsmodelle und Lösungen, wie z.B. Cybercom‘s Innovations Zone mit spezifisch auf Net+ ausgelegten PoC, der eine effiziente Überprüfung und Optimierung einer neuen Geschäftsidee ermöglicht.
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Die Diskussionen im Umfeld der COP24 in Kattowitz spiegeln eine gemeinsame Sicht der Wirtschaft auf nachhaltige Entwicklung wider. Zwar erfreut sich der Nachhaltige Ansatz, ob enthusiastisch oder kritisch, wachsender Beachtung, jedoch ist er in vielen Unternehmen noch kein Schlüsselelement beim Aufbau einer Strategie. Bestenfalls ist er Teil der CSR-Aktivitäten, oft verstanden als Wohltätigkeits-, Freiwilligen- oder Baumpflanzaktion, die neben der eigentlichen Tätigkeit des Unternehmens angesiedelt ist, anstatt sich daraus zu ergeben.

Obwohl diese Aktivitäten notwendig und lobenswert sind: gegenüber der wirklichen Herausforderung, die Organisationen wie der Global Compact, die UNO oder die Europäische Kommission unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ an die Wirtschaft stellen, sind sie nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Die Welt steht vor Veränderungen, die sich auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken, und dies geschieht nicht isoliert von der Wirtschaft.

Doch der Druck auf die Wirtschaft nimmt deutlich zu: Die Vorschriften und Einschränkungen in diesem Bereich verstärken sich ebenso, wie das öffentliche Bewusstsein und die Erwartungen der Öffentlichkeit. Wir müssen nicht nur die möglichen Folgen für unser Geschäft identifizieren – wir brauchen auch Ideen und Lösungen, die hier und jetzt, so schnell wie möglich umgesetzt werden können.

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Angriff oder Flucht?

Menschen reagieren, ebenso wie Tiere, auf eine Bedrohung auf zwei Arten: entweder sie fliehen oder sie gehen zum Angriff über. Es ist völlig verständlich, dass wir uns auf unbekanntem Terrain eher bedroht fühlen – so ergeht es uns mit den tiefgreifenden ökologischen und sozialen Veränderungen. Sie sind derart dynamisch, dass es selbst für Wissenschaftler schwierig ist, langfristige Prognosen über ihre Auswirkungen auf unser Funktionieren zu erstellen.

Globale Organisationen und große globale Marken haben jedoch bereits einen Angriff gestartet. Die UNO hat die Weichen für eine globale Entwicklung mit ihrer Agenda 2030 gestellt. Sie enthält eine Liste mit 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, die von 193 Mitgliedstaaten formuliert wurden.

Die weltweit größten Akteure der Geschäftswelt machen mit dieser Vision ernst: Nike ist bestrebt, den Abfall und den CO2-Fußabdruck seiner gesamten Produktion zu minimieren; Pepsi und Coca Cola arbeiten an Lösungen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Trinkwasserressourcen; Einzelhändler von IKEA bis hin zu H&M führen schrittweise Veränderungen innerhalb ihrer Lieferketten durch verbessertes Rohstoffmanagement, Abfallreduzierung und den Aufbau von Beziehungen zu lokalen Lieferanten durch, um die Arbeitsbedingungen zu verändern. Operative Verbesserungen sind jedoch nicht alles. Schauen wir uns zum Beispiel die Automobilindustrie an, die als Alternative zum Verkauf ihrer Autos die Sharing Economy einführen will.

Und die anderen?

Viele Unternehmen scheinen diesen Trend zu verdrängen und sich auf kurzfristige Bedürfnisse zu konzentrieren. Es herrscht die vorrangige Überzeugung, dass wir es uns nicht leisten können, Nachhaltigkeit in die Strategie unserer Organisationen zu integrieren. Diese Herangehensweise ist jedoch fehlerhaft: Argumente wie Kosten, Schwierigkeiten und Verschwendung treten hinter den Chancen und der Erschliessung von neuen Geschäftsfeldern zurück- denn die Unternehmen, die rechtzeitig Strategie und Arbeitsweise an die neuen Realitäten anpassen, und können erfolgreich und profitabel in eine nachhaltige Zukunft gehen, bevor es zu spät ist.

Die Ergebnisse der jährlichen Umfrage, die EY unter Investoren aus aller Welt durchführt, sind ein zuverlässiges Spiegelbild der wirtschaftlichen Megatrends und ein Kompass für die Zukunft. In der Umfrage von 2017 gaben 68% der Befragten zu, dass nicht-finanzielle Aspekte ihre Investitionsentscheidungen beeinflussen. Im Lichte der Umfrage wächst die Bedeutung der nichtfinanziellen Aspekte der Unternehmensleistung stetig und nimmt mittlerweile den Rang einer Schlüsselrolle für die Entscheidungen der Investoren ein. Eine ähnliche Situation ist auch auf dem Verbrauchermarkt zu beobachten, wo die Kunden den Einkauf immer häufiger als eine Möglichkeit betrachten, ihre Ansichten zu manifestieren. Die Menschen benutzen ihre Brieftasche bewusst, um ihre Unterstützung für Unternehmen zum Ausdruck zu bringen, die ihrem eigenen Wertesystem folgen, oder um diejenigen zu boykottieren, die damit in Konflikt stehen. Anders als angenommen, kann Nachhaltigkeit also auch Geld verdienen- Ökologie zahlt sich aus. Mitglieder der WRAP-Initiative (Waste & Resources Action Program) haben berechnet, dass das Streben nach einer Kreislaufwirtschaft die Handelsbilanz der Europäischen Union um 90 Milliarden Britische Pfund verbessern und weitere 160.000 Menschen im Bereich der Materialrückgewinnung beschäftigen könnte. Ein weiteres Beispiel: Das Modelabel Timberland stellt in Zusammenarbeit mit Omni United Reifen her, die nach dem Verschleiß als Schuh-Sohlen recycelt werden. Positive Initiativen vervielfältigen sich im Handumdrehen.

Nachhaltigkeit ist mehr als eine Antwort auf den Druck unserer Umwelt. Es ist eine Art, nach vorne zu schauen, die Identität unseres Unternehmens neu zu definieren- aber auch die Prozesse, die in den Unternehmen ablaufen. Die Implementierung von Nachhaltigkeitszielen in Ihre Geschäftsstrategie ist ebenso ein Beweis für die organisatorische Reife, wie auch eine Möglichkeit, in einen neuen Lebenszyklus Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung einzutreten und Rückschritte zu vermeiden. Die Ziele der Wirtschaft und der Nachhaltigkeit stehen also nicht im Widerspruch.

Um Wirtschaft und Nachhaltigkeit zu vereinen, kommt ein entscheidender Faktor zum Einsatz:

Die Digitalisierung– das heisst zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen!

Der technologische Fortschritt spielt eine bedeutende Rolle in der Weltwirtschaft und in der nachhaltigen Entwicklung. Die 4. Industrielle Revolution gibt uns eine Sprache, um über die tiefgreifende Veränderung der Wirtschaft zu sprechen. Der digitale Wandel steht hinter den bedeutendsten Veränderungen dieses Jahrzehnts. 5G, Cloud-Dienste, Cyber-Sicherheit und verteilte Technologien – wie KI, IoT, Blockchain – sind der Treibstoff für eine immer schnellere Entwicklung auch in diesem Jahrzehnt.

Globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sind – auch wenn vielleicht noch nicht im weitesten Sinne verstanden, aber dennoch – eine Chance, Marktvorteile zu erlangen. Der Schlüssel ist der Wechsel von einem reaktiven Ansatz zu einer proaktiven Suche nach Innovation in diesem Bereich. Das ist es, was wir mit Cybercom tun. Wir kombinieren die Geschäftsbedürfnisse des Kunden und setzen sie in Beziehung zu den Bedrohungen der Nachhaltigkeit, um effektivere Lösungen zu erreichen, die neue Märkte eröffnen. Dazu gehören die Umwandlung von Produkten in Dienstleistungen (wie im Fall der Zusammenarbeit mit Husqvarna) und der Aufbau neuer Geschäftsmodelle oder die Unterstützung des öffentlichen Sektors bei der Annäherung an seine Bürger. Ein Beispiel für letzteres ist die Anwendung Suomi.fi. Sie ermöglicht es den in Finnland ansässigen Personen, auf ihren mobilen Geräten auf offizielle Dokumente zuzugreifen.

Wenn wir über Markterfolge wie Netflix oder Spotify nachdenken, verbinden wir diese nicht mit dem Erreichen von nachhaltigen Zielen, obwohl dies ausgezeichnete Beispiele sind. In nur wenigen Jahren hat sich der Kauf von Fotos und Filmen auf physischen Medien fast überlebt, da die Menschen heute digitale Dienste abonnieren. Das hat die Menge der eingesetzten Ressourcen signifikant reduziert.

Dasselbe gilt für Transport, Bau oder Lebensmittel. Auch bei den Institutionen hat es Veränderungen gegeben. Viele der neuen Lösungen sind ungleich effizienter in der Nutzung der Ressourcen und erweisen sich als kostengünstiger, wie z.B. virtuelle Treffen. So ist es in der Praxis möglich, langfristige Vorteile und einen positiven Einfluss auf die Umwelt, in der die Menschen arbeiten, aufzubauen und gleichzeitig Geschäftsmodelle weiter zu entwickeln. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein solcher Mehrwert bei den meisten Projekten, die zu uns kommen, gestaltet werden kann. 88% der Lösungen, die wir 2017 an unsere Schlüsselkunden geliefert haben, erfüllten mindestens eines der 17 Ziele des Global Compact.

MEHR ÜBER DIE 17 ZIELE FÜR NACHHALTIGEN ENTWICKLUNG DER UN

Weg zur agilen Anpassung

Um die Romanze zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaft zum Erfolg zu führen, ist eine geeignete Herangehensweise erforderlich, und Cybercom hat sie in der Innovations Zone verwirklicht.

Die Innovations Zone ist eine der Dienstleistungen von Cybercom – ein gut durchdachter Inkubator für neue Geschäftsprojekte mit hohem Innovationsbedarf. Sie wurde geschaffen, um Unternehmen bei der Digitalisierung und Integration von Nachhaltigkeit als Teil ihrer Geschäftsstrategie in einem kontrollierten Umfeld zu unterstützen. Die Innovations Zone ist ein externes F&E-Zentrum für unsere Kunden.

Jedes Projekt, das in der Innovations Zone umgesetzt wird, durchläuft eine Reihe von Phasen mit einem gemeinsamen Nenner- der sorgfältigen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Phase 1 beginnt mit einem speziell konzipierten Workshop, in dem wir gemeinsam die Ziele benennen und den Wert des Projekts im Hinblick auf seine Nachhaltigkeit ausloten.

Je nach gewähltem Modell (Innovation In A Box, PoC, Prototyping oder Minimum Viable Product) gestalten sich die nachfolgenden Aktionen unterschiedlich, hier als Beispiel:

Proof of Concept (POC). Diese Lösung besteht darin, die technische Machbarkeit des Projekts so schnell wie möglich nachzuweisen. Diese Arbeitsweise spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit durch eine agile Verifikation des Designs und seiner technologischen Funktionalität- ein Vorsprung von immensem Wert!

In jeder Phase, vom Auftrag bis zur Umsetzung, arbeiten wir an der Optimierung des Endergebnisses. Dieser Ansatz hilft spürbar, die Risiken neuer Technologieprojekte zu beherrschen, insbesondere im Hinblick auf innovative Lösungen.

Technologie hilft, die Herausforderung der Nachhaltigkeit zu meistern. Die richtige Perspektive hilft, die Win-Win-Chancen aufzudecken, die sich daraus ergeben. Damit kümmern wir uns gleichzeitig um uns und unsere soziale und natürliche Umgebung. Wir können gemeinsam lernen, unseren Blick schärfen und uns jetzt fit machen, um die nachhaltigen Zukunftsziele rechtzeitig zu erreichen.